Neugestaltung des Loreley Plateaus nötig

Loreley

Die Planungen auf der Loreley nehmen immer mehr Gestalt an – zu mindestens auf großgestalteten Plänen.Nachdem nun der Siegerentwurf zur Umgestaltung feststeht, gilt es dringend weitere Fragen zu klären.

 

 Wie teuer wird das Ganze? Was muss die VG-Loreley kurzfristig mittelfristig und langfristig für finanzielle Mittel aufbringen? Wer ist für die Instandhaltung des neu gestalteten Plateaus verantwortlich? Wie teuer werden die künstlichen Kristalle und sind diese überhaupt Welterbe verträglich? Ungeklärt ist bis heute die Abwicklung des Grundstückerwerbs von der Fa. Nidag. Die ersten Verhandlungen zum Grunderwerb sind wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen zunächst gescheitert, wie BM Groß Anfang des Jahres in einer VG -Sitzung öffentlich berichtete. Dabei drängt sich uns die Frage auf, ob die Fa. Nidag nach Vollzug der Grundstücksgeschäfte ihrer Rolle als sog. Investor auf der Loreley noch gerecht werden wird.

Da all die Fragen bis heute ungeklärt sind hat der Vertreter der GRÜNEN im VG-Rat Loreley – Otto Schamari - das Projekt bisher abgelehnt.

 

 „Es besteht im Ortsverband Einigkeit, dass das Loreley Plateau attraktiver für die Touristen aber auch für die Einheimischen gestaltet werden muss“, so Christoph Weyrath OV-Vorsitzender. Allerdings hätte man sich bei der Entscheidung der Steuerungsgruppe über den Sieger-Entwurf einen ökologischeren Ansatz gewünscht.

Nun ist die Entscheidung so gefallen und die GRÜNEN möchten die weitere Diskussion konstruktiv aber auch kritisch begleiten.

Was bedeutet dies? Der OV wird sich in den politischen Gremien dafür einsetzen, dass so wenige Bäume wie nötig gerodet werden und dass so wenig Beton wie nötig verbaut wird. Wo Beton unumgänglich nötig ist sollte über eine Natursteinverkleidung nachgedacht werden. Mauern aus Sichtbeton oder fabrikmäßig bearbeiteten Steinen und mit Betonmörtel sollten nicht zugelassen werden, sondern überall dort wo die Statik es

erlaubt durch Trockensteinmauern bevorzugt errichtet werden.

 

Das Turner und Jugendheim sollte für die Jugend erhalten bleiben.

Gerade die Jugend vor Ort sollte die Loreley nicht nur aus Geschichtsbüchern und von Liedern kennen sondern den Mythos und die Natur vor Ort erleben können. Bisher fehlt in den Planungen ein Angebot für die Jugendlichen.

Eine weitere Forderung des OV ist, dass in der Detailplanung die Anliegen von behinderten Menschen berücksichtigt werden. Damit behinderten Menschen  ein Besuch auf dem Plateau möglich gemacht werden kann sollte das Plateau barrierefrei gestaltet werden,. Mit den Vorgaben zur Detailgestaltung der Bebauung sieht der OV Möglichkeiten ein an die besondere Landschaft und den Mythos angepasstes Gesamtbild zu erreichen ( insbesondere auch für die Hochbauten, z.B. das noch zu planende Hotel ).

 

Es wird an der bisherigen Diskussion deutlich, dass gerade die Detailplanung zeigt wie tauglich ein Konzept ist und hier sind weiterhin noch viele wichtige Fragen offen.

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